Top-Story von Leuten aus der Branche. Schade, dass sie die Daten nicht ganz richtig interpretieren. Es untergräbt nicht alles, aber ich möchte es trotzdem korrigieren.
Es ist ein Denkfehler, den ich schon einmal gehört habe, auch von prominenten Virologen:
"60 % der Tests sind positiv. Es gibt x Todesfälle. Das bedeutet, auf die Gesamtbevölkerung gerechnet, eine Sterblichkeitsrate von nur 0,01 %."
Sie gehen also von einer Infektionsrate von 60 % aus und berechnen, wie viele Menschen es in ihrem Land gibt. Sie vergleichen damit die Sterblichkeitsraten. Das ist ein methodischer Fehler.
Die Tests sind nicht randomisiert, geschweige denn repräsentativ für die Bevölkerung. Die überwiegende Mehrheit der Tests (sicherlich in den Niederlanden) wird bei Verdacht auf COVID-19 durchgeführt. Deshalb sind auch die RIVM-Testprozentsätze bedeutungslos.
Man muss also eine eigene Geschichte haben, um zu beweisen, dass unter den Getesteten nicht mehr COVID-Patienten sind als im Rest der Bevölkerung. Genau darin lag die Stärke des Sanquin-Bluttests: Er kam der Repräsentativität viel näher. Dann kamen sie auf eine Infektionsrate von 3 %. Das sind ungefähr 500.000 Niederländer und die damalige Sterblichkeitsrate ergab eine Sterblichkeit von ungefähr 1,3 %. Das ist ziemlich hoch, liegt aber bei weitem nicht in der Kategorie von SARS, MERS oder Ebola. Das sind mehrere zehn Prozent.
Doch die Ärzte im Video übertragen die Ergebnisse auf die gesamte Bevölkerung. Ohne Unterscheidung zwischen Testmethoden, Stichprobenverantwortung, was auch immer. Dann kommt es natürlich zu einer gewaltigen Überschätzung der Infektionszahlen. Die Sterblichkeitsrate (eine absolute Gegebenheit) wird daher prozentual sehr gering. Schließlich gehen Sie von viel zu vielen Infektionen aus.
Ein Augenöffner des Videos war für mich, dass wir jetzt stehen bleiben und auf einen Impfstoff warten, dass wir aber die jährliche Grippeimpfung massiv ignorieren (Lesen Sie hier Mehr über die Situation in den Niederlanden)
Einige andere ihrer anderen Punkte (aus einem FB-Beitrag von Stefan Noordhoek)
2) Fast alle Krankenhäuser (in den USA) haben ihre Mindestkapazität, vielleicht nur in NYC, aber nicht im Rest des Landes. Daher werden dort NICHT alle möglichen Menschen behandelt. Das kostet viele Leben. Dies ist auch (immer noch) in den Niederlanden der Fall.
3) Maßnahmen sind widersprüchlich und haben keinerlei wissenschaftliche Grundlage, und die wichtigsten davon:
4) Sie stärken Ihr Immunsystem, indem Sie sich Bakterien und Viren aussetzen. Weil wir alle in den Lockdown gehen, schwächen wir unser Immunsystem und sind besonders gefährdet, wenn wir uns plötzlich wieder sehen/treffen.
Und Punkt 4 bedeutet, dass das Virus nach dem Lockdown viel mehr gefährdete Menschen treffen könnte als jetzt.