Rechtstreue und die Tragödie des schwachen Rückgrats
Der Kern
Während die Befragung von Femke Halsema die intellektuelle Kapitulation gegenüber der „Rule of Rescue“ offenlegte, zeigte die Befragung des ehemaligen Justiz- und Sicherheitsministers Ferd Grapperhaus eine völlig andere, aber mindestens ebenso destruktive Dynamik: die tragische Spaltung zwischen tiefer innerer Reue und einer absoluten, fast sklavischen rechtlichen Treue zur Einheit der Kabinettspolitik.
De avondklok lag al in september 2020 op tafel. Grapperhaus heeft die steeds van tafel geveegd, tot de druk op IC's en vanuit het OMT te hoog werd. Na een lange strijd van november 2020 tot januari 2021 ging hij uiteindelijk onder druk van de "orkaan van het virus" en volgens de RIVM-modellen dreigende overvolle IC's overstag, nadat OMT een voor hem "waterdichte" onderbouwing had moeten leveren zodat "juridische proportionaliteit" [wat dat ook moge betekenen….] verondersteld kon worden.
Wer bei seinem Verhör nur auf die Gefühlsausbrüche und die Waterlanders blickt, sieht keine Tat, sondern einen Mann, der unter dem Druck seiner eigenen Geschichte zusammenbricht. Grapperhaus ist schuldig, und er weiß es. Er hat Reue und er fühlt es. Gleichzeitig.
Die psychologische Realität von Grapperhaus weist Parallelen zum klassischen Motiv von Judas oder König Kreon in Antigoné auf: Er ließ sich unterwegs misshandeln und erwies sich im entscheidenden Moment einfach als zu schwach, um dem politischen Druck des Ministerrats „Nein“ zu sagen. Sein größter politischer Fehler besteht jedoch darin, dass ihm die Gabe der pathologischen Lüge fehlt; Ihm fehlt die Geschmeidigkeit eines Mark Rutte oder die rücksichtslose Starrheit eines Hugo de Jonge, um seine Taten mit ernster Miene zu rechtfertigen. Dafür ist Grapperhaus zu sehr Anwalt und paradoxerweise im Kern zu ehrlich und ehrlich. Er kennt die verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen, er sieht die Konsequenzen seiner Äußerungen, er ist so einfühlsam, dass er den Schaden auch innerlich spürt und gleichzeitig wägt er jedes Wort sehr rational ab, um sich keine endgültigen politischen Feinde zu machen. Gerade wegen dieser inneren Widersprüche wird er im Verhör hoffnungslos bloßgestellt.
Es wäre ihm zu verdanken gewesen, wenn er die politischen Karten direkt auf den Tisch gelegt und laut gesagt hätte, was jeder bereits wusste: dass die Politik in erster Linie von der Achse Rutte-De Jonge diktiert wurde. Dass er dies unterließ und die Verantwortung nicht ablehnte, sondern formal für sich behielt, zeugt in diesem Fall von einer vielleicht unangebrachten, aber auch positiv interpretierten, tief verwurzelten Berufsethik. Er war Justizminister; Er trug die verfassungsmäßige Verantwortung für die repressive Gesetzgebung, und diese Erkenntnis zerfrisst ihn von innen heraus. Das macht sein Handeln nicht nur verwerflich, sondern auch äußerst tragisch. Nachdem er die Grenze überschritten hatte, setzte er, angetrieben von dieser bedingungslosen Loyalität und der Doktrin der Einheitlichkeit der Regierungspolitik, die repressiven Entscheidungen konsequent durch. Was für die Außenwelt wie ein unverständlicher Widerspruch erscheint, ist in der Psychologie des loyalen Top-Anwalts völlig logisch: Die Spielregeln haben Vorrang vor der persönlichen Moral.
Neue Erkenntnisse aus dem Verhör: Der Anwalt versus die Emotion
Bei der öffentlichen Vernehmung durch den Corona-Untersuchungsausschuss kamen konkrete Fakten und harte Konfrontationen ans Licht, die diese innere Spaltung schmerzlich offenlegten.
Der Konflikt mit Mutlüer über den Rat der Polizei
Een belangrijk moment in het verhoor was de felle botsing over het politieadvies met commissielid Songül Mutluer. Toen de commissie hem confronteerde met een advies waarin de politietop stelde dat een avondklok niet nodig was en voor veel onrust zou zorgen, greep Grapperhaus direct in als een rasechte jurist. Hij verweet de commissie selectief te citeren en "een stuk over te slaan". Hij hamerde erop dat de politie had geschreven: "tenzij er een medische noodzaak is".
Dabei übertrug er subtil, aber entschieden die Verantwortung auf die Polizei, die selbst darauf hinwies, dass die Durchsetzung schwierig sein würde, aber durchgeführt werden könne, wenn es medizinisch notwendig sei. Die Polizei gab differenzierte Ratschläge mit einer bedingten Fluchtklausel; Wie ein kluger Anwalt nutzte Grapperhaus genau diese Klausel, um die negativen Ratschläge außer Kraft zu setzen.
Die Waterlanders: Reue ohne Konsequenzen
De werkelijke emotionele knak — de waterlanders — ontstond toen de opeenvolgende verlengingen van diezelfde avondklok aan bod kwamen. Grapperhaus schoot zichtbaar vol en had een zakdoek nodig toen hij hardop reflecteerde op de menselijke schade. Hij bekende dat hij destijds dacht aan de mensen die "gewoon vereenzamen" en noemde specifiek de daklozen die door het avondklokbeleid "verschrikkelijk de pineut waren".
Hier toonde hij zijn diepe wroeging door ruiterlijk toe te geven dat de proportionaliteit per verlenging steeds verder te zoeken was, en dat hij achteraf gezien bij de latere verlengingen had moeten zeggen: "Ja, dat doen we niet."
Aber ... er hat es nicht gesagt. Nicht in der ersten Erweiterung, nicht in der zweiten, nicht in der dritten. Sein Gewissen fungierte erst jetzt als emotionales Ventil – die Waterlanders traten jetzt vor das Komitee –, aber zu diesem Zeitpunkt schwieg der Ministerrat. Das ist keine Tragödie; das ist moralische Feigheit mit aufgeschobenen Tränen.
Im hypothetischen Fall, dass er im Januar 2021 gewusst hätte, dass die Ausgangssperre länger als 3 Monate dauern würde, hätte er sein Ressort aufgegeben, wenn das Repräsentantenhaus nicht auf die Bremse getreten wäre.
Das Repräsentantenhaus als stiller Komplize – und Grapperhaus‘ fatale Hoffnung
Hier kommt ein entscheidendes Element, das in den Anhörungen unterbelichtet wurde, das Grapperhaus aber selbst enthüllte: Er hoffte, dass das Repräsentantenhaus die Ausgangssperre stoppen würde. Er sah die Unverhältnismäßigkeit. Er spürte die Ungerechtigkeit. Doch anstatt selbst die Grenze zu ziehen, übertrug er seine moralische Verantwortung dem Parlament – und sie stimmten zu. Das Repräsentantenhaus gab grünes Licht.
Und dann passierte etwas Fatales. Sein demokratischer, rechtsstaatlicher Charakter, der ihn bis dahin zweifeln ließ, wurde nun zur treibenden Kraft seiner Kapitulation. Das Parlament hatte gesprochen. Die Demokratie hatte geurteilt. Und so legte er sein Gewissen beiseite und führte die Ausgangssperre nicht nur durch, sondern verteidigte sie von diesem Moment an mit voller Überzeugung gegenüber jedem Kritiker, auch gegenüber dem Sicherheitsrat, der sehr kritisch blieb.
Dit is de meest tragische wending in het hele verhoor. Dezelfde rechtsstatelijke principes die hem tot een integer jurist maakten — respect voor de democratische besluitvorming, loyaliteit aan het parlementaire proces — werden het instrument van zijn morele capitulatie. Hij gebruikte de democratie niet als schild voor de burger, maar als excuus voor zichzelf. "De Kamer heeft besloten" werd zijn "Befehl ist Befehl" — met het cruciale verschil dat hij het zelf had gevraagd, zelf had gehoopt dat ze nee zouden zeggen, en toen ze ja zeiden, zelf de consequenties trok. In de verkeerde richting.
Das verunstaltete Haus: Opfer als Schutzschild
Der enorme Druck und die Spannungen, unter denen er damals stand, wurden noch deutlicher, als er dem Ausschuss Fotos seines eigenen Hauses zeigte, das während der Pandemie mehrfach unkenntlich gemacht worden war. Der Ton in den Parlamentsdebatten und in der Gesellschaft habe zu einer beängstigenden Situation geführt, die seiner Meinung nach durch Verschwörungstheoretiker und schwere Kriminalität angeheizt worden sei.
Ook hier zit een fundamenteel probleem. Waar Halsema de polarisatie mede aan zichzelf en de bestuurlijke elite weet, draait Grapperhaus de causaliteit om: niet het disproportionele beleid veroorzaakte de woede, maar "complotdenkers" en criminelen veroorzaakten de bedreigingen. Dat is oneerlijk. Natuurlijk is bekladding van een woonhuis onacceptabel — maar het is een symptoom, niet de oorzaak. Grapperhaus weigert tot op heden te erkennen dat juist het idiote en disproportionele karakter van het beleid de voedingsbodem vormde voor de felle reacties uit de samenleving. Sommige daarvan gingen over de grens van het betamelijke, maar de onderliggende woede was niet irrationeel. Ze was een reactie op ónrecht.
Es beschreibt die völlige, tragische Störung des Mannes, der den Rechtsstaat wahren musste und gegen sein tiefstes Gewissen skrupellose Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit komorbider Corona-Patienten ankündigte, der dadurch jedoch nicht nur sein eigenes Zuhause, sondern auch seinen moralischen Ruf geschädigt sah. Die Ironie ist erdrückend: Er hat sein Gewissen für die Rechtsstaatlichkeit geopfert und muss nun auf seine Worte achten, um nicht von derselben Rechtsstaatlichkeit verurteilt zu werden. Oder vielleicht besser: Er opferte die Rechtsstaatlichkeit durch Notstandsverordnungen und agierte außerhalb der demokratischen Kontrolle, nur um Leben zu retten, und verlor damit selbst den Schutz derselben Rechtsstaatlichkeit.
Die Parallele zu Halsema: Unterschiede, die wichtig sind
Im Wesentlichen ähnelt die Tragödie von Grapperhaus der von Halsema, aber die Unterschiede sind interessant.
Beide waren intellektuell und moralisch Manns genug, um die grundlegenden Mängel, die Illegalität und die Unverhältnismäßigkeit der Politik zu durchschauen. Beide hatten nachweislich Schmerzen bei der Umsetzung – sei es die Durchsetzung einer ineffektiven Ausgangssperre, die Einführung diskriminierender QR-Systeme oder die repressive Säuberung des Museumsplatzes.
Doch während Halsema sich von den Angstbildern der „Rule of Rescue“ lähmen ließ, ließ Grapperhaus zu, dass sein kritisches Denken den Gesetzen der politischen Loyalität als Geisel genommen wurde. Halsemas Fehler war psychologischer Natur: Ohne einen Gewichtungsrahmen konnte sie die Unverhältnismäßigkeit nicht belegen. Grapperhaus‘ Fehler war moralischer Natur: Er wusste, dass es unverhältnismäßig war – das sagt er im Verhör wörtlich – und tat es trotzdem. Er hat es gesehen. Er hoffte, dass das Repräsentantenhaus dem Einhalt gebieten würde. Das Haus hat es nicht gestoppt. Und dann zwang ihn sein demokratischer, rechtsstaatlicher Charakter dazu, die falschen Dinge zu tun, und er tat es aus voller Überzeugung.
Während Halsema narzisstisch genug ist, um nicht allzu viel zuzulassen und Gefühle auszudrücken, ist Grapperhaus trotz seiner abstrakten juristischen Ausbildung tatsächlich ein viel sensiblerer Mensch, dem die Fehler, die er heute/während des Verhörs gemacht hat, erneut schwer zu spüren sind. Aber Sensibilität ist keine Tugend, wenn sie erst im Nachhinein entsteht. Der weinende Pfarrer ist nicht unbedingt ein besserer Pfarrer als der kühle – vor allem, wenn die Tränen tatsächlich seine Verantwortung unterstreichen.
Der Verfassungsschaden: mehr als nur die Ausgangssperre
Die Ausgangssperre war nicht nur eine Maßnahme. Es war das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg, dass eine derart grundlegende Freiheitseinschränkung der gesamten Bevölkerung auferlegt wurde. Als Justizminister griff er zunächst auf ein schweres, archaisches Notstandsgesetz (das Wbbbg) zurück, um das Parlament zu verabschieden, was zu einer verfassungsmäßigen Bestrafung vor Gericht durch Virus Truth und einem übereilten Notstandsgesetz führte. Dies unterstreicht seinen legalistischen, repressiven Reflex noch stärker. Er hat einen verfassungsrechtlichen Präzedenzfall geschaffen, der über Corona hinausreichte. Die Notstandsverordnung als Instrument zur Aussetzung von Grundrechten, die Sicherheitsregion als Instrument zur Umgehung der demokratischen Kontrolle, das Repräsentantenhaus, das im Nachhinein ja zu dem nickte, was bereits im Vorfeld beschlossen worden war – das ist nicht nur eine historische Anomalie. Es ist eine Blaupause für zukünftige Krisen. Grapperhaus war nicht nur der Umsetzer der Politik; Er war der Architekt einer möglicherweise dauerhaften Verfassungsänderung im Verhältnis zwischen Bürger und Staat. Und er wusste es.
Der fehlende Beurteilungsrahmen: Warum Grapperhaus sich selbst nicht retten konnte und auch nicht vom Repräsentantenhaus gerettet werden konnte
Und hier offenbart sich die gleiche fatale Lücke, die auch Halsema gelähmt hat: Unverhältnismäßigkeit ohne objektiven Beurteilungsrahmen ist ein hohles Konzept. Grapperhaus hielt die Ausgangssperre für unverhältnismäßig. Er wusste es. Er hoffte inständig, dass das Repräsentantenhaus es torpedieren würde. Aber er konnte es nicht beweisen – weder für sich selbst, noch vor dem Ministerrat, noch vor dem Repräsentantenhaus.
Want wat is "disproportioneel" zonder getallen? Zonder Qaly's (quality adjusted life years, ofwel het aantal jaren in 100% gezondheid)? Zonder een koele, utilistische kosten-batenanalyse die de gewonnen levensjaren van een avondklok afzet tegen de verloren levensjaren door vereenzaming, uitgestelde zorg, psychische schade en economische ontwrichting?
Het blijft een gevoel. Een knagend geweten. Een vage notie van "dit klopt niet." En een gevoel — hoe diep, hoe oprecht, hoe juridisch geschoold ook — legt het altijd af tegen de harde kreet vanuit het OMT en de ziekenhuizen in het hier en nu: "de IC's liggen vol, er gaan mensen dood, er moet nú iets gebeuren."
Precies hier faalde het legalistische systeem Grapperhaus. Niet omdat hij geen ruggengraat had — al had hij die ook niet — maar omdat hij geen instrument had. De minister van Justitie, belast met de zwaarste vrijheidsbeperkende maatregelen sinds de oorlog, had geen enkel objectief kader om proportionaliteit te toetsen. Geen Maatschappelijke Kosten/Baten Analyse. Geen Qaly-afweging. Geen cijfermatige onderbouwing die hij naast de medische urgentie kon leggen en zeggen: "Kijk, hier — per saldo kost deze maatregel meer levensjaren dan hij oplevert. Dit is niet alleen onrechtvaardig, dit is ook nog eens contraproductief. We gaan het niet doen."
Die Ironie ist, dass dieses Instrument tatsächlich existierte. EZK-Beamte hatten es bereits Ende März 2020 auf den Lockdown angewendet: eine soziale Kosten-Nutzen-Analyse, die vorhersagte, dass die Lockdown-Politik etwa 100.000 Lebensjahre (qalys) gewinnen und etwa 620.000 kosten würde. Aber diese Analyse wurde verborgen. Grapperhaus hat ihn nie gesehen. Und so stand er mit leeren Händen vor De Jonge, vor Rutte, vor dem Repräsentantenhaus, das in den gleichen Angstreflex verfiel. Seine einzige Waffe war sein Gewissen. Und ein Gewissen ohne Zahlen ist in einer Krise ebenso schutzlos wie ein Rechtsstreit ohne Rechtsartikel.
Zijn tragiek is niet alleen dat hij tekende. Zijn tragiek is dat het systeem hem geen enkele mogelijkheid gaf om níet te tekenen zonder te klinken als een gevoelige romanticus die "iets voelt bij daklozen." Een QALY-berekening had hem gered. Niet als excuus, maar als wapen tegen disproportionaliteit. Het had van zijn vage gewetensnood een harde, onweerlegbare bestuurlijke realiteit gemaakt. Zonder dat wapen was hij overgeleverd aan de moreel verwerpelijke Rule of Rescue, vermomd als democratische plicht. En hij bezweek. Zoals iedereen bezwijkt die disproportionaliteit moet bewijzen zonder de instrumenten om het te meten.
Ach ja, Befehl ist Befehl.
„tiefe innere Reue“
Ja, dieses Gefühl habe ich schon von Grapperhaus bekommen. Er fand es damals wirklich schwierig. Es hat ihn wirklich gestört, was mich nicht überrascht.
Apropos: Hat sonst noch jemand nach Grapperhaus‘ Hochzeit gefragt, während der von Grapperhaus und der anschließenden Party ausgerufenen Lockdown-Zeit, oder fiel das nicht in den Rahmen der oben erwähnten Krokodilstränen?
1. Ja, die Ehe wurde besprochen. Er entschuldigte sich noch einmal dafür. Und es zwang ihn zu der Erkenntnis, dass es für jeden Bürger sehr schwierig sei, sich an die strengen Maßnahmen zu halten.
2. Ich glaube eigentlich nicht, dass es Krokodilstränen (vorgetäuschte Tränen) sind. Es sind echte Tränen. Nicht umsonst erinnerte mich seine Gewissensangst an Judas, der sich nach dem Verrat erhängte ...
Wenn Sie über andere Menschen sprechen, von denen Sie nur wissen können, was Ihnen in jedem Bild präsentiert wird, ist es am besten, die Interpretation auf der Grundlage von Fakten (was ich tue oder zu tun versuche, ich bin nicht makellos) und nicht auf der Grundlage von Gefühlen (was Sie tun) zu interpretieren. Mindestens die Hälfte dessen, was Sie in Halesema und Grapperhaus gefühlt haben, muss sich auf Sie selbst auswirken. Denken Sie an die Autosuggestion (von dem, was Sie sagen, sind Sie selbst), wenn Sie das Gefühl eines anderen darstellen und ihn beispielsweise einen Judas nennen. Ich gebe es nur als Tipp. Vielleicht sollte Anton hier eingreifen. Es ist sein Blog, der aufgrund der absoluten Aussagen, die man hier aufgrund seines Gefühls rechtfertigen zu können glaubt, stark an Qualität leidet.
Willem, ich sehe wirklich keinen Grund einzugreifen. Zunächst einmal sehe ich Jan als Gastautor/Kolumnist. Außerdem habe ich zufällig den gleichen Eindruck von der Vernehmung.
Es gibt zwei plausible Versionen dieser Befragung, die möglicherweise nur von Ihrer eigenen (vor)eingenommenen Position abhängen.
1) Er ist ein böser Tyrann und weint, oder
2) Er ist ein Opfer des Systems, dem er sein ganzes Leben lang gedient hat und in dem er nun selbst das Rad drehen musste. „Meine Unterschrift musste darunter sein.“
Sofort eine Autoprojektionskarte auszuspielen geht mir zu weit – das kann man für beide Interpretationen machen.
Seine Hochzeitsfeier war tatsächlich ein kolossaler Fehler in seinem Privatleben, im Gegensatz zu seinen kolossalen Fehlern als Beamter. Das ist es, was Macht mit den Menschen macht, schauen Sie sich die Klimaanlage an, die Ursula nur für ihre eigenen Abteilungen betrieben hat.
Es sieht aus wie eine Art Schizophrenie: der Bürger und der Beamte. Alltag für Anwälte, die auch Fälle verteidigen, von denen sie genau wissen, dass sie fehlerhaft sind und sogar an der Grenze zur Sittenwidrigkeit liegen.
„Nun“, sagt ein Top-Anwalt.
Wäre er jedoch ein glatter Psychopath gewesen, hätte er das Verhör mit einem Grinsen überstanden. Das haben wir bereits erlebt.
Ich denke, Willem hat Recht. Jan macht zwar eine ziemlich psychologische Analyse bzw. Charakterskizze, die zwar sehr korrekt sein mag, von der wir aber aufgrund der Darstellung im Verhör nicht einfach ausgehen können. Jan wird dem wahrscheinlich zustimmen.
Der Projektion, die Willem vorschlägt, scheint ein Grundelement zugrunde zu liegen, nämlich das, was die Befragten (offenbar oder nicht) wussten oder fühlten und was sie auf dieser Grundlage hätten tun sollen oder können, dem gegenüberzustellen, was sie tatsächlich getan oder unterlassen haben.
Es ist ein wenig überraschend oder bestürzt, dass diese Leute gegen ihr besseres Urteilsvermögen gehandelt haben.
Obwohl Jan und viele andere diese Überraschung längst überwunden haben und das zugrunde liegende Systemproblem identifiziert haben, das daher weitgehend unabhängig von individuellen psychologischen Prozessen oder Charakteren ist.
Um beispielsweise zu erklären, was von Grapperhaus und Halsema beschrieben wird, möchte ich mich unter anderem auf das beziehen, was Milgram gezeigt hat; dass die Mehrheit der unter Druck stehenden Menschen das tut, was ihnen von Autoritäten gesagt wird (unabhängig von Wissen, Intelligenz oder Empathie). Dieser Druck ist eindeutig das System, in dem sich diese Menschen befinden. Auch die „Rule of Rescue“, die Jan immer wieder erwähnt, trägt zu diesem Druck bei.
Darüber hinaus ist das System selbst so organisiert, dass es Menschen auswählt, die empfindlich auf diesen Druck reagieren (wenn Sie nicht empfindlich darauf reagieren, ungehorsam, kommen Sie wirklich nicht weiter) (es sei denn, Sie sind vielleicht ein sogenannter „hochfunktionaler Psychopath“, der vielleicht kein Gefühl hat, sondern nur einen kalt berechnenden Egozentriker, der scheinbar auch dazu durchdringt).
Was ich sagen möchte ist, dass Jans psychologische Analysen gut gemeint und vielleicht sogar sehr richtig sind, aber letztendlich keine Rolle spielen, weil es ein zugrunde liegendes Problem oder Phänomen gibt, das diese Analysen irrelevant macht. Viel anderes kann man von den Verhörten nicht erwarten. Es sollte nicht überraschen, dass viele Menschen (unter Druck) Dinge getan haben, die ihnen später schwer fielen.
So sind wir Menschen, insbesondere die in unseren Vorständen.
Was Jan hervorhebt, ist die Notwendigkeit von Kosten-Nutzen-Analysen und deren Verankerung in einem festen Leitprinzip (als Gegengewicht zum Denken/Gefühl der „Rule of Rescue“) ist ein Baustein für eine bessere Organisation der Governance. Dahinter liegt, oder besser gesagt, übergreifende, die Erkenntnis elementarer, struktureller menschlicher (psychischer) Schwächen, die immer wieder (zu verschiedenen Akten/Themen) nachgewiesen wurden.
Und die Frage, wie wir in unserer jetzigen Gesellschaft mit all diesem Wissen über uns selbst unsere Gesellschaft organisieren, um besser damit umgehen zu können.
Platon schrieb darüber vor etwa 2500 Jahren. Die Weisheit und Einsicht ist schon seit langem vorhanden. Die Umsetzung ist äußerst sensibel und kompliziert.
Ich neige dazu, sehr resigniert und fatalistisch (hoffnungslos) zu werden, wenn ich das alles sehe/lese/erlebe, aber ich freue mich auch zu sehen, dass Jan, Anton, Herman, Maurice, Willem und andere ihr Missverständnis und ihre Unzufriedenheit weiterhin so leidenschaftlich und heftig spüren und ausdrücken!
Bitte machen Sie weiter so!
Und danke Anton für diese tolle Seite, auf der all das möglich ist.
Vielen Dank für diese wertvolle und ausführliche Ergänzung. Eigentlich glaube ich, dass Sie damit sagen, dass Sie Willem inhaltlich nicht zustimmen. Schließlich erkennt man den klaren Mehrwert einer Analyse, die im Corona-Drama klassische menschliche Schwächen aufzeigt.
Sie sind definitiv der Meinung, dass das System einen enormen, fast Milgram-ähnlichen Druck ausübt und auf Einhaltung auswählt. Meiner Meinung nach lösen wir das zugrunde liegende Problem jedoch nicht, wenn wir uns nur auf anonyme Systeme und abstrakte Modelle konzentrieren. Lösungen und Systemveränderungen müssen letztlich von Menschen aus Fleisch und Blut kommen.
Gerade deshalb muss diese menschliche Schwäche und persönliche Tragödie weiterhin unverfälscht offengelegt werden. Nur wenn wir uns der schmerzhaften Realität menschlichen Versagens unter hoher Spannung klar stellen, werden die Akteure die Dringlichkeit und den Mut haben, Maßnahmen zu ergreifen, zu handeln und diese Systeme tatsächlich zu reformieren.
Dies passt nahtlos zu dem, was Orr und Wolff (2014) mit ihrer moralischen Arbeitsteilung vorgeschlagen haben. Wir müssen unsere öffentliche Verwaltung so organisieren, dass die institutionellen Rahmenbedingungen einen aktiven Schutz vor unseren tief verwurzelten psychologischen Fallstricken wie der Rettungsregel bieten. Der Aufbau eines solchen besseren Governance-Modells beginnt jedoch damit, die Resignation zu durchbrechen. Vielen Dank für Ihr scharfes Auge und Ihre Unterstützung, um diese Diskussion auf dem neuesten Stand zu halten!
Vielen Dank für Ihre scharfe Antwort. Ich glaube, ich beschreibe in erster Linie Phänomene, die jeder beobachten kann, der genau hinschaut. Meine Überlegungen basieren jedoch nicht auf bloßen Gefühlen oder psychologischen Projektionen, sondern auf der tatsächlichen Rekonstruktion des öffentlichen Verhörs. Wenn zwischen der Erinnerung eines Zeugen und der harten Realität der damals verschickten E-Mails eine klaffende Lücke besteht, handelt es sich um ein faktisches und beobachtbares Phänomen.
Die Vergleiche mit Judas, Kreon oder Macbeth sind keine psychologischen Diagnosen der Person hinter dem Fahrer. Es handelt sich um klassische, kulturgeschichtliche Spiegel/Metaphern. Sie dienen dazu, Einblick in den universellen Mechanismus menschlicher Schwäche und Versagen und die daraus resultierende tragische Entscheidungsfindung unter politischem Druck und die unvermeidliche Reue danach zu geben.
Schließlich geht es bei einer parlamentarischen Untersuchung nicht nur um trockene Verfahren, sondern gerade um das Verhältnis menschlicher Akteure zum Rechtsstaat unter extremen Spannungen. Sie sehen, dass einige Mitglieder der Kommission in diesem Punkt großen Druck auf einige Zeugen ausüben. Das war bei Grapperhaus sicherlich der Fall. Eine nachträgliche kritische Filterung der Antworten mindert nicht die Qualität dieser Plattform; Es bietet die nötige Tiefe, die die Mainstream-Medien oft vernachlässigen.
Ich persönlich denke, dass meine Analysen versuchen, die Entscheidungen der Zeugen im Kontext zu verstehen, anstatt sie zu verurteilen, was ich auf dieser Plattform viel häufiger sehe (wie etwa einige aktuelle Reaktionen auf Maarten Keulemans). Ehrlich gesagt denke ich, dass das weniger konstruktiv ist und weniger zum Niveau dieser Plattform und zur Einsicht in die Mechanismen beiträgt, die zu der dramatischen Corona-Politik geführt haben, als zu versuchen, die Hauptfiguren mit ihrer persönlichen Tragödie in ihrem Kontext darzustellen, wie ich es tue ...
Sie werden nicht die andere Wange bekommen... Ich habe zu viel gesehen, gehört und erlebt und leider sehe ich es immer noch immer wieder. Es gab keine Krise und/oder Hochspannung. Und wenn die Menschen daraus nicht so lernen, wie sie sollten, dann befürchte ich das Schlimmste für die Zukunft meiner (Enkel-)Kinder. Die Rettungsregel wurde missbraucht. Kosten/Nutzen spielten keine Rolle. Wenn ich so dreist sein darf, werde ich „die Varia der Virusvaria“ verwenden, um meine Bedenken darüber zum Ausdruck zu bringen, dass wir hier immer noch durcheinander geraten. Jetzt mit Klimapolitik, Krieg und Eingriffen in unsere Freiheit und Selbstbestimmung.
Lieber Jan, du schreibst wundervolle Artikel. Auch starke psychologische Interpretationen. Sehr überzeugend. Ich hoffe, dass Femke und Fred (in diesem Fall) dies auch lesen werden.
Und auch ein Kompliment für Willems viele faszinierende Antworten.
Danke. Ich hoffe auch, dass sie es lesen, denn ich biete auch eine entscheidende Lösung: Unverhältnismäßigkeit messbar machen, damit uns so etwas nicht noch einmal passiert.
In einer Reihe wunderschöner Zeugengeschichten wird endlos über breite Rücksichtnahme, Verhältnismäßigkeit und soziale Interessen diskutiert.
Aber es sind und bleiben leere Worte, wenn Interessen nicht konkretisiert und wirklich gegenseitig abwägbar gemacht werden.
Und das ist möglich: Sehen Sie, wie das Ministerium für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport täglich darüber entscheidet, ob ein Medikament oder eine Therapie im Pflegepaket enthalten ist oder nicht. Anschließend berechnen sie die Kosten und den Nutzen in Geld und in gewonnenen oder verlorenen Lebensjahren. Und diese Kosten/Nutzen müssen einem Standard entsprechen. Wenn nicht, wird es einfach nicht erstattet. Und das zu Recht.
So sollte es bei einer massiven Erkrankung sein. Ich habe es nicht erfunden. Orr und Wolff haben dies bereits 2014 ausführlich erarbeitet.
Verbreiten Sie es weiter!
Grapperhaus glaubt, dass vor allem einsame Menschen und Obdachlose am schlimmsten gelitten haben.
Einsame Menschen sind durch die Lockdowns nicht unbedingt noch einsamer geworden, denn sie befinden sich immer in irgendeiner Form im Lockdown. Obdachlose wurden tatsächlich immer früher betreut. Insbesondere sozial aktive Menschen/Jugendliche mussten sich stärker anpassen.
An sich ein fairer Kommentar, meiner Meinung nach. Aber das Wort „was“ ist meiner Meinung nach ziemlich unangemessen.
Okay, „ziemlich viel“ könnte es besser beschreiben.
Aber viele junge Menschen feierten beispielsweise während der Ausgangssperre länger und schliefen weiterhin massenhaft mit Freunden (was ihnen noch mehr Zeit gab, sich gegenseitig anzustecken). Meine Kinder durften auch alle zu uns nach Hause einladen und sie sagen, dass sie kaum (psychische) Probleme hatten. Dabei sind sie immer noch überdurchschnittliche Partylöwen.
Diese Obdachlosengeschichte bleibt vage. Obdachlosen wird von der Heilsarmee abends eine Mahlzeit auf der Straße angeboten und sie können bei Bedarf auch eine Unterkunft aufsuchen. Vielleicht wurde dies durch Maßnahmen unmöglich gemacht?
„Clever“, durch einen Bildschirm so tief in seine Seele blicken zu können. Aber wirklich, die primäre Entscheidungsachse...? Wussten wir nicht schon lange (einschließlich BomenenBos Substack), dass NCTV bald die volle Kontrolle hatte? Es ist schwer zu begreifen, aber den DeepState gibt es wirklich, auch in den Niederlanden. Spitzenbeamte (ABD) bilden die ständige Verwaltung, daher war/ist die Achse Schoof (SG)-Aalbersberg mit Gefolge der Kern. Minister sind vorübergehende Passanten, die auf dem Theater der Demokratie die etablierte langfristige Politik verkaufen müssen. Rechts?
Ich glaube, Sie interpretieren das falsch. Das NCTV hat sicherlich eine sehr wichtige Rolle gespielt. Aber es wurde wirklich von Rutte, De Jonge und Grapperhaus vorangetrieben. Eigentlich nicht umgekehrt.
Die Probleme liegen also nicht hauptsächlich beim NCTV. Sondern im Kabinett und im Repräsentantenhaus.
Grapperhaus und NCTV sagten während der „Verhöre“, dass sie es bedauerten, dass Kritiker als Weicheier bezeichnet wurden.
Auch dies wird von NCTV und möglicherweise Teilen des Kabinetts gesteuert. Im vorherigen Kabinett beklagte sich Gesundheitsministerin Agrma darüber, dass sie viel zu viel NCTV hören müsse.
Ich sehe das „... so kontrolliert von NCTV“ nicht. Sie drücken auch Ihr Bedauern – und sogar RICHTIG – für Dinge aus, die Sie selbst getan haben.
Im Gesundheitswesen durften wir keine (psychologischen) Diagnosen stellen, ohne den Patienten gesehen/gesprochen/untersucht zu haben... In Corona-Zeiten gingen fast weltweit viele Protokolle über Bord... Ich wundere mich immer noch über das „Nicht-Sehen und Hören“... aber es steht jedem frei, seine Gedanken mitzuteilen.
Dies ist keine psychologische Diagnose. Aber eine klassische Metapher, um die persönliche Tragödie der Protagonisten zu erklären.
Siehe auch meine anderen sehr ausführlichen Antworten hier auf ähnliche Kritik….
Ich habe auch auf Halsema geantwortet, sehe aber auch hier die gleichen Parallelen.
Er weint, sagt aber nicht direkt: Ja, wir haben es falsch gemacht.
Dadurch haben wir auch keine Möglichkeit herauszufinden, wie wir es hätten machen sollen.
Nur Ausreden und noch einmal, um die Blutung zu vertuschen. Die zweite Kammer hätte es tun sollen, der Richter usw. usw.
Es ist wie eine Menschenmenge, die herumsteht und einander ansieht, während jemand im Kanal ertrinkt.
Allerdings ist in diesem Fall ganz klar, wer die Verantwortung trägt.
Und es wird immer noch umgangen.
Wer sich hier vollständig schuldig bekennt, begeht nicht nur politischen und gesellschaftlichen Selbstmord, sondern läuft auch Gefahr, in Kriminalfälle verwickelt zu werden: angefangen bei Urkundenfälschung, unsachgemäßer Verwaltung, Landesverrat, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Hochverrat, Kriegsverbrechen, Menschenrechtsverletzungen – so etwas Schönes. Weil diese Wendung nicht so schwer zu machen ist.
„Wenn Sie wussten, dass es sich um ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit handelt, warum haben Sie dann zugelassen, dass die Demokratie ihren desaströsen Lauf nimmt?“
Kann man es jemandem verübeln, dass er darüber spricht?
Das Komitee lässt das einfach zu, sie trauen sich nicht dorthin oder dürfen es einfach nicht.
Und dann haben wir noch gar nicht über die Impfungen gesprochen. Weil es einen doppelten Druck auf Lockdowns und Ausgangssperren gegeben hat, weil es sich dabei um nichtmedizinische Eingriffe handelt. Schließlich durften medizinische Eingriffe nicht den Weg für die alles rettenden Impfstoffe freimachen. Das werden sie auch nicht laut sagen.
Und auch danach wird der Ausschuss nicht fragen. Denn dann wird Ursula irritiert.
Das ist genau die Tragödie von Grapperhaus. Er weiß und spürt, dass es schmerzhaft war, ist aber gleichzeitig davon überzeugt, dass es in diesem konkreten Kontext die richtige Entscheidung war.
Meiner Meinung nach ist das keine Tat, sondern die tiefe Tragödie eines Menschen, der innerlich von Reue zerrissen ist und gleichzeitig denkt, dass er damals keinen anderen Weg hatte. Versuchen Sie, sich in dieser Situation vorzustellen.
Wenn wir uns nur auf die schwierige Frage der Schulden konzentrieren, übersehen wir diese zugrunde liegende Dynamik.
Mein metaphorisches Porträt ist nicht als beiläufige Vertuschung der Blutung gedacht, sondern als Versuch, diesen erstickenden Mechanismus zu verstehen. Wer weiß, vielleicht hilft ein solcher kulturhistorischer Spiegel am Ende Ministern wie Grapperhaus bei der eigenen Einsicht und inneren Verarbeitung dieser schwierigen Zeit. Nur wenn wir diese Schichten verstehen, können wir über bloße Schuldzuweisungen hinausgehen.
Mir gefällt sehr, wie Jan die menschliche Seite und die Emotionen zum Ausdruck bringt. Für mich macht er Grapperhaus sympathischer und ehrlicher. Und ich glaube wirklich, dass die Menschen dem immensen Druck auf unterschiedliche Weise nachgegeben haben. Halsema unterschied sich von Grapperhaus, aber keinem von ihnen wurde ein Instrument zur Bestätigung seines Gefühls gegeben, dass etwas nicht stimmte.
Und egal, wie sachlich man ist oder sein will, allein die Tatsache, welche Fakten man hervorhebt und ordnet und welche nicht, macht Geschichte subjektiv. Obwohl ich sehr gut verstehe, dass es große Unterschiede im Umgang mit Fakten gibt. Und wie fest Sie die Dinge formulieren.
Auf jeden Fall schreibt Anton anders als Jan, aber ich erkenne nicht, dass dies das Niveau dieser Seite beeinträchtigen würde.
Sie hätten besser auf die Stimmen von Wissenschaftlern, Ärzten und Kritikern aus der Gesellschaft hören können, anstatt nur ihren eigenen Überzeugungen zu folgen. Das Ergebnis sehen Sie hier. Es ist in der Tat so traurig zu weinen, aber nicht um Grapperhaus, sondern um die vielen Opfer, die unter dieser Diktatur leiden mussten. Und ich spreche nicht nur von den Obdachlosen, denn das war einfach ein schöner Tränenfluss. Igitt, Igitt.
Naja, das würden wir (den meisten) Wissenschaftlern auch nicht wünschen...
Nein, das stimmt, Jan, ich meine auch die kritischen Wissenschaftler, die sich den Maßnahmen widersetzten.
Ganz nett ist in diesem Zusammenhang die von Grapperhaus zitierte Studie zur Hamburger Ausgangssperre.
Wenn ich das richtig verstehe, wurde im Vorfeld ausdrücklich festgelegt, dass man sich auf Ergebnisse konzentrieren und es abbrechen soll, wenn Ergebnisse erzielt werden.
(Van Dissel räumte in dieser Hinsicht sein Versäumnis ein. Er hatte kein Standbein, auf dem er stehen konnte, als die Ausgangssperre andauerte und schließlich wegen der Eröffnung der Schule gestoppt werden „musste“ (obwohl er sich nie aus guten Gründen für eine Schließung ausgesprochen hatte). Ganz im Sinne der bekannten Argumentation „Stück Käse“: ein Stück nach dem anderen??? Sie bekommen das Stück Schule, wir behalten das Stück Ausgangssperre. Seltsamer Deal übrigens)
Damit verbunden war auch eine kurze Ausgangssperre in Hamburg.
Wir folgten eher dem französischen Modell, wo er, glaube ich, ein Jahr lang verhaftet wurde (Frankreich hatte auch mit vielen rebellischen Gelbwesten zu kämpfen).
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0168851023000295
Bemerkenswert ist, dass die Funktion der Ausgangssperre in den Schlussfolgerungen der Studie offenbar die gleiche Funktion hatte: eine krankheitsbedingte Unterbesetzung von Polizei- und Krankenhauspersonal zu verhindern. An sich richtig. Die gefährdeten potenziellen Krankenhauskunden gingen abends/nachts ohnehin erst in die frühen Morgenstunden in den Club ;-).
Wer bei einem positiven PCR-Test (auch ohne Beschwerden) Personal zu Hause lässt, schießt sich selbst in die Finger.
Auch das stärkere Leiden unter widerwärtigen Nebenwirkungen, einschließlich Covid, nach der Impfung trägt nicht positiv bei, insbesondere wenn das Gesundheitspersonal zunächst massenhaft injiziert wird, scheint es mir perverse Auswirkungen zu haben.
Gibt es keine anderen Möglichkeiten, die Krankheitssterblichkeit zu senken?
Mangelnde Kreativität fördert Dissels Hierarchiemodell: Erstens sind vor allem die Tropfen so hoch, dass 1,5 m heilig sind. Die Belüftung ist zweitrangig.
Themen, die in den PEC-Schlussfolgerungen wahrscheinlich unbesprochen bleiben. Aber wir werden sehen.
Ich hoffe, dass es nicht in dem Schluss endet, dass Experten unbedingt geschont werden müssen, die Maßnahmen ausreichend waren und die Experten daher nicht kritisch kritisiert werden sollten, insbesondere nicht im öffentlichen Raum.
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Für mich geht es nicht so sehr um Sympathie, sondern darum, zu verstehen, was und wie Menschen handeln.
Es ist keine Ahnung. äußerst interessant, wie unterschiedlich Menschen mit dieser Spaltung umgehen. Und wie einige bisher keine inneren Spaltungen erlebt haben.
Ich habe Mitleid mit Menschen, die trotz ihrer falschen Entscheidungen diese Spaltung erleben. Sie sind grundsätzlich weniger narzisstisch und menschlicher (wie Grapperhaus). Das habe ich bei Halsema und Kalverboer viel weniger erlebt. Und schon gar nicht bei Hanneke Schippers. Er sieht weiterhin kein Problem mit der gesamten Politik...
Kalverboer zum Beispiel war sehr aggressiv, sagte dann aber, dass die Politik im Wesentlichen in Ordnung sei. Seltsam...
Ich stimme fast völlig zu, außer als ich das Wort „seltsam“ benutzte, waren Sie weniger freundlich, machten aber keinen Hehl daraus. Mein „Lebenswerk“ bestand darin, zu verstehen, wie Menschen handeln, und ich bin immer vom Guten ausgegangen ... Die wahre Natur vieler wurde mir erst im Jahr 2020 so richtig klar. Weltweit sind die Hauptakteure immer noch in mächtigen Positionen ... Während in anderen Ländern die PECs eindeutig eine härtere Linie verfolgen, stecken wir hier mit viel zu vielen Samthandschuhen fest.
... und hier wirkt Grapperhaus weniger sympathisch, weniger ehrlich und aufrichtig, wie Jans positive Einschätzung. Und tatsächlich geht es vielleicht gar nicht darum, sympathisch und ehrlich zu sein oder nicht. Es geht vor allem um das System (Brüssel, NCTV/Aalbersberg, Rutte), das alles regiert und alles in die gewünschte Richtung lenkt und dass es in diesem System fast unmöglich war (oder ist?), eine andere als die gewünschte Entscheidung zu treffen. Hier ist ein Link, aber Sie lesen das wahrscheinlich alle bereits.
https://bomenenbos.substack.com/p/ferd-grapperhaus-onder-ede-het-selectieve?utm_source=post-email-title&publication_id=1107082&post_id=204669135&utm_campaign=email-post-title&isFreemail=true&r=1ebg29&triedRedirect=true&utm_medium=email
Gut erkannt. Aber Cees Bos hat das Verhör nicht richtig gesehen/gehört. Korrigieren Sie mich, wenn ich falsch liege….
Fast alles wurde von Cees Bos sachlich richtig beschrieben. Dennoch enthält dieser Bericht zwei grundlegende Ungenauigkeiten.
1. Es wird vermutet, dass Grapperhaus dies selbst gewollt hat und daher schuldig ist. Grapperhaus machte im Verhör deutlich, dass er dies nicht wolle. Erst als das OMT eine zwingende Notwendigkeit aufstellte, die er überzeugend fand und die Herr Hanneke Schippers bestätigen würde, konnte er dem zustimmen. Und selbst dann wollte er nur unterschreiben, wenn auch das Repräsentantenhaus zustimmte; und hoffte sogar, dass er es erschießen würde! Das hat ihn also enttäuscht. Das Testament lag im Voraus bei De Jonge und wahrscheinlich auch bei Rutte vor; das wissen wir noch nicht. Nicht im Grapperhaus.
2. Gesuggereerd wordt dat Grapperhaus zijn verantwoordelijkheid ontloopt. Ook dat is echt onjuist. In het verhoor gaf hij juist aan dat hij de cruciale handtekening had gezet. Hij wilde daar juist niet voor weglopen. En niet de “schuld” afschuiven op Rutte/De Jonge. Daarom wilde hij ook hun namen niet noemen. Hij had zelf getekend. En hij had niet kunnen tekenen. Dat getuigt juist van een groot verantwoordelijkheidsgevoel.
Dit naast elkaar gelegd verklaart exact dat hij zichzelf in een onmogelijke positie had gemaneuvreerd. En daar worstelt hij tot de dag van vandaag mee. Vandaar ook de waterlanders….
Het is een prima analyse, maar er is discrepantie .je schijft: ” Eenmaal over de streep getrokken dreef hij, gedreven door die onvoorwaardelijke loyaliteit en de doctrine van de eenheid van kabinetsbeleid, de repressieve besluiten er consequent doorheen. Wat voor de buitenwacht een onbegrijpelijke tegenstrijdigheid lijkt, is in de psychologie van de loyale topjurist volstrekt logisch: de regels van het spel gaan boven de persoonlijke moraal.
Hoe kon het dat iemand die je zo karakteriseert ” vergeet ” welke regels er gelden voor een huwelijksfeest? Het is geduid als ” wat geldt voor het plebs geldt niet voor de heersers” , maar als deze man werkelijk zo integer was als jij beschrijft, is toch de enige verklaring geheugen verlies? en daarmee de kwalificatie “niet competent voor een ministerspost? Maar het gaat nog verder. Leden de bezoekers aan het feest ook allemaal aan geheugenverlies? Dat is zo onwaarschijnlijk dat de eerste optie , wat voor het plebs geldt, geldt niet voor de heersende klasse. Deze discrepantie werpt een ander licht op je formulering : “rechtsstatelijke principes die hem tot een integer jurist maakten — respect voor de democratische besluitvorming, loyaliteit aan het parlementaire proces — werden het instrument van zijn morele capitulatie”. Hij capituleerde in het dagelijkse leven maar al te makkelijk .
Scherpe observatie, Michael.
Toch zie ik daar geen tegenstelling in, wel de ultieme paradox en de tragiek van deze man. Ik kan uiteraard niet in zijn hoofd kijken, maar op basis van de verhoren ontstaat het beeld van een totale psychologische splitsing.
Als privépersoon en jurist wist hij dat de feitelijke risico’s (zoals de lagere IFR en de specifieke risicogroepen) de loodzware, generieke maatregelen eigenlijk niet rechtvaardigden. Op zijn eigen bruiloft handelde de “mens Grapperhaus” even naar die nuchtere realiteit.
Maar als minister zat hij volledig klem in het ambtelijke systeem, de Rule of Rescue, de doctrine van de adviezen van het OMT en het daarop gebaseerde kabinetsbeleid en tenslotte de kabinetseenheid. Hij hoopte vurig dat de Tweede Kamer de disproportionele maatregelen zou tegenhouden; maar toen de Kamer blind akkoord ging, dwong zijn misplaatste rechtsstatelijke loyaliteit hem om de wet tóch uit te voeren.
Het is dus inderdaad een vorm van hypocrisie, maar niet vanuit elitair dedain voor het ‘plebs’. Het is de tragische hypocrisie van een integer mens die zijn eigen morele kompas in zijn ambt volledig laat gijzelen door de regels van het politieke spel; maar als hij zich onbespied waant gewoon zijn privé opvattingen “leeft”. Eenmaal betrapt, kroop hij direct weer in die knellende ambtelijke rol om diep door het stof te gaan. Zeer tragisch dus….. Logisch dat je daar waterlanders van krijgt als je dit moet gaan uitleggen in het openbaar aan een strenge commissie.
Het onder druk toepassen van de coronaregels doet mij sterk denken aan de Milgram-experimenten, waarbij proefpersonen onder druk van een autoriteit anderen zogenaamd elektrische schokken moesten toedienen. De meesten voelden zich daar niet prettig bij, maar gingen uiteindelijk toch door, omdat orders nu eenmaal orders zijn.
Wat ook kwalijk is, zijn mensen die het prettig lijken te vinden om regels uit te voeren en zich daarbij “lekker belangrijk” voelen. Of mensen die anderen de maat nemen, omdat zij zelf braaf alle regeltjes opvolgen. Dat doet mij denken aan NSB-gedrag. Die vergelijking dekt aardig de lading mijns inziens.
Het was (is) heel vaak nog erger want ze volgden (volgen) zelf de regels niet op en toch namen ze anderen de maat. Ook de burgemeester in mijn woonplaats maakte zich hier regelmatig schuldig aan. Ik heb maar weinig echt angstige mensen gezien. Het uit het oog verliezen van kosten/baten gaat nooit over hun eigen portemonnee want dan is het wel ineens een probleem met dikke krokodillentranen en zelfmedelijden.
Het verbaast mij hogelijk dat je na lezing van het artikel die conclusie trekt….
De boodschap van het artikel is dan absoluut niet geland.
Hoezo niet Jan? Ik begrijp Lars wel.
Er zitten zeker types in hoge posities tussen die genieten van het -eindelijk- uitoefenen van échte, aanwijsbare, concrete macht. Of die überhaupt genoten hebben van de hele periode. “Ik had het voor geen goud willen missen”. “Super te gek”.
In een Rule of Rescue dynamiek speelt er van alles mee. De handel ruikt winsten. Instituten drukken hun plafonds omhoog, of slaan de handen ineen (ook toezichthouders en de gecontroleerden). Psychopaten veren op. Opportunisten grijpen hun kans. Deugers gaan verraden. Media zien dreiging, gevaar en dus spektakel!
Elke situatieverandering, elk fenomeen kan misbruikt worden, dit ook.
Aha, dat sluit ik zeker niet uit bij types als De Jonge. Bij Rutte kan ik me er ook weinig bij voorstellen. Maar bij Grapperhaus? Nee. Dan zou hij zich in het verhoor echt heel anders uiten. En daar gaat dit artikel over. Vandaar mijn antwoord aan Lars. En ook niet bij Halsema.
En zeker de farmaceuten roken vette winsten. Die gaan over lijken. Terwijl ze gezondheid verkopen. Dat is algemeen bekend.
Voor zo’n projectleider als Jaap van Delden was het ook een zeer leerzame en uitdagende en dus interessante tijd. Dat kun je hem niet kwalijk nemen. Hij bemoeide zich totaal niet met de inhoud van zijn werk. Hij is gewoon een prof als logistiek/organisatie manager.
De eerste paragraaf van Lars (Milgram) is zeker van toepassing. Zeker als je gaat bedenken van wie het drietal de missie had ontvangen om “de rest” te overtuigen.
Wat betreft de tweede paragraaf ben ik met je eens: ik proef dat ook niet bij Grapperhaus. Hij heeft nu zelf ervaren hoe je in een positie kunt komen waarin je wandaden pleegt; iets wat hij vroeger anderen ten diepste heeft verweten. Dat hij daar niet gemakkelijk overheen stapt, pleit voor hem. Hij had er veel eerder uit moeten stappen – maar dan had iemand anders die handtekening gezet. Wie het persoontje is maakt niet uit. De functie van minister is het enige dat telt.
Van wie kreeg het trio dan hun opdrachten/missie?
Bij nader inzien ben ik het wel met de toepasselijkheid van de Milgram theorie eens: tegen het eigen geweten in toch opdrachten van een anonieme spelleider uitvoeren. En in dit geval nog begrijpelijker: opdrachten van een hoger staand democratisch gekozen orgaan: Kabinet c.q. Tweede Kamer + Eerste Kamer.
Tegelijk zie ik ook het problematische van het niet gehoorzamen aan democratisch genomen besluiten: dat wordt chaos.
De kern van het probleem zit dan ook natuurlijk daar voor, en dat zag je in het verhoor van De Jonge nog eens stevig bevestigd: de dictatuur van de Rule of Rescue schoffelde rucksichtslos alle andere belangen omver. En met angst-propaganda werden de mensen die nog enig gezond verstand hadden voor het grootste deel ook meegenomen in die dictatuur.
Van wie het trio hun missie had gekregen staat uiteraard nergens gedocumenteerd. Zeg jij het maar… Denk jij dat ze hun missie zelf verzonnen hadden, zomaar? Waarom dan?
Hun doel was in elk geval niet om in samenspraak met kabinet en Tweede Kamer tot verantwoord beleid te komen. Rutte had het niet duidelijker kunnen zeggen: “wij drieën tegen de rest”.
De eerste benadering ‘Groepsimmuniteit’ (van Dissel, Rutte) was al snel exit. Rutte ontkende plotseling glashard dat hij zoiets ooit had beweerd. Elk vuurtje moest nu onmiddellijk, snel en rücksichtslos worden uitgetrapt. Er waren in april 2020 duidelijk andere spelregels geaccepteerd. Wat bleef er over?
1) het virus was zeer, zéér ernstig (en de ingrepen bleven navenant, ook toen al was gebleken dat het niet eens A-Klasse waardig was)
2) het virus was een zoönose van de wet market
3) we wisten helemaal niets van dit ‘novel virus’ dat SARS-CoV-2 heette (maar wel dat het zich via druppels verspreidde – er waren dus nadrukkelijk géén aerosolen in het spel)
5) er was ook geen (peer reviewed) medicatie of behandeling tegen dit virus – uitsluitend niet-medische interventies waren toegestaan
6) sterker nog: de eerstelijnszorg moest zoveel mogelijk buitenspel worden gezet
7) er zou snel een vaccin komen dat alle problemen zou oplossen. Ursula von der Leyen had de bestelling voor de EU-landen al gedaan. De afzet was gegarandeerd dus de vaccinatiebereidheid moest hoog zijn.
8) Vroegmedicatie was niet alleen onbewezen en mogelijk gevaarlijk maar ook nog eens contra-productief t.a.v. de reeds bestelde vaccins onder noodvoorwaarden. Als die niet afgenomen zouden worden, zouden ze toch moeten worden betaald.
In hoeverre de geopolitieke problematiek van de geheime Chinees-Amerikaanse GoF-research bekend was bij de regeringsleiders, dat weet natuurlijk bijna niemand. Rutte, als vertrouweling van de NAVO, wist misschien wat meer dan anderen – geen idee.
Dat legde grote druk op het trio, voldoende om Rule of Rescue gedrag te initiëren en iedereen daarin mee te forceren. En als dat pad eenmaal is ingeslagen, volgt de padafhankelijkeid.
Wonderlijk is ook dat zij zo ongeveer alle andere NAVO-landen hebben weten te overtuigen van hun aanpak. (Behalve Zweden dus, dat was toen nog geen NAVO-lid).
Ik zie dat toch ietsje anders. Temeer daar jij die “zij” niet kunt definiëren. Daarom heb ik een eenvoudigere verklaring, met nog één onopgelost puzzelstukje. Daar verlaat ik me, helaas, ook op een “complettheorie”. Maar de rest van het idiote beleid en de leugens is m.i. totaal logisch te verklaren zonder (internationale) complotten.
1. RIVM handelde aanvankelijk naïef en dus logisch. Bij een griep ga je voor groepsimmuniteit. Dus waarom niet bij Corona? Zo dacht van Dissel en het RIVM.
2. Rutte nam dat gewoon over.
3. Toen er in Brabant en Limburg toch wel erg veel mensen dood gingen en de IC’s vol liepen, moest de RoR in werking treden. Dan kun je het niet meer laten uitrazen en wachten op groepsimmuniteit.
4. Dus werd het nu “gecontroleerd laten rondgaan en sturen op IC-capaciteit”.
5. Ook dit gebeurde aanvankelijk rationeel (zie nota EZK met kosten/baten analyse, dat zou wel verdraaid lang gaan duren…..). Als je dan steeds op de piek van de IC capaciteit gaat zitten, ben je er het snelste van af.
6. Maar dan doe je net of je toch zo snel mogelijk zo veel mogelijk mensen Corona laat krijgen en dan gaat een deel dood en krijg Long-Covid. Dus dat moest toen toch weer anders.
7. En tot heden betogen Rutte en De Jonge hartgrondig, dat het (altijd al!) beleid was
a. beschermen kwetsbaren
b. behouden zorg capaciteit
c. samenleving zo veel mogelijk openhouden
d. [later, maar altijd al impliciet: impact maatregelen minimaliseren]
8. En dan kun je natuurlijk niet zeggen dat je stuurt op net geen overflow van de IC’s. Dus zeggen ze nu, dat ze altijd de kwetsbaren zo veel mogelijk beschermden.
En daarmee is 2 x de “strategie” gewijzigd. En omdat ze beide wijzigingen niet willen toegeven (want dat leverde meer doden op) , wordt daar vrolijk op los gelogen. Door Rutte, Van Dissel en De Jonge. Volgens mij kloppen alle maatregelen die daarna genomen zijn hier 100% mee.
Wat daar nog niet mee klopt is het fanatisme waarmee Elens en de andere 15? artsen zijn vervolgd. Dat kan ik alleen maar verklaren doordat er internationaal (want dit gebeurde overal in de EU, VS, Australië + Canada) een soort afspraak is gemaakt (onder druk/lobby van Pfizer of Janssen of Moderna) om early-treatment fel te bestrijden, zodat er een juridische basis bleef om vaccins zonder fatsoenlijk testtraject te introduceren. Ik wacht nog op het eerste WOO verzoek dat dit boven water haalt. Ik snap dit gedrag anders gewoon echt niet…..
Dat wordt de subtitel van het verhoor van De Jonge:
De dictatuur van de Rule of Rescue schoffelde rucksichtslos alle andere belangen omver.
In mijn tweede alinea doelde ik niet specifiek op Grapperhaus (hij had er duidelijk moeite mee), maar meer op mensen die er genoegen in scheppen opdrachten minutieus uit te voeren. Dat de regels aantoonbaar niet deugen en anderen daardoor veel schade berokkenen, lijkt daarbij van ondergeschikt belang te zijn.
Ik heb soms de neiging om mensen die “regels zijn regels” roepen een slag voor hun harses te geven. Niet omdat ik agressief ben, maar omdat ik zou willen dat ze eens flink wakker worden geschud. Denk toch eens na voordat je een of andere achterlijke regel uitvoert! Durf ook ongehoorzaam te zijn, ook al heeft dat consequenties.
Mahatma Gandhi schijnt ooit gezegd (of misschien ook niet maar het klopt wel) te hebben: “The true character of a man is revealed when he is given power.” Nou, dat hebben we tijdens de coronaperiode wel gezien. De heer H. de Jonge is daar, wat mij betreft, een goed voorbeeld van.
Wat betreft Grapperhaus vind ik wel dat hij per direct zijn functie had moeten neerleggen. Hij had altijd nog buschauffeur kunnen worden.